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Wer steht hinter EthikeramiK?

Hinter EthikeramiK stehe ich, Faina, ausgebildete Künstlerin, Kunstvermittlerin und Museologin. Meine Stücke entstehen aus einem inneren Drang heraus, auf die Ungerechtigkeiten gegenüber nichtmenschlichen Tieren aufmerksam zu machen – jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch Formen, die berühren, irritieren und zum Nachdenken anregen.

Junge Frau lächelt in die Kamera, mit langen, dunklen Haaren, Hintergrund hell.

Künstlerisches Statement

EthikeramiK ist mehr als nur eine Keramikmarke. Es ist eine künstlerische Praxis mit ethischem Fundament. Jedes Objekt, jede Figur, jede Linie ist Teil eines stillen Appells: Wie begegnen wir den anderen Lebewesen auf diesem Planeten – besonders jenen, die nicht sprechen können wie wir Menschen, aber fühlen?

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Meine Keramiken sind Träger von Konzepten. Sie laden zur Reflexion über Konsum, Tierethik, unser ästhetisches Empfinden und unsere Fähigkeit zur Empathie ein. EthikeramiK stellt Fragen in Form von greifbaren Objekten. Einige dieser Objekte, wie die Tassen der Kollektion Beastie Mugs oder die Schmuckstücke aus gl’amour, sind funktional und sogar verspielt, aber nie belanglos. Sie hinterfragen unsere ästhetischen Vorurteile: Warum dürfen manche Tiere schmücken und andere nicht? Sie fordern unsere Wahrnehmung von Schönheit und Ekel heraus.

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Die Kollektion ZENtience ist keine Sammlung stehender Figuren, sondern eine Meditation, eine Reflexion, über Mitgefühl, das sich auf andere empfindungsfähige Körper erstreckt. Die Kollektion Nawalli  interpretiert eine mesoamerikanische Weltanschauung aus einer zeitgenössischen antispeziesistischen Perspektive neu und transformiert sie zu einem stillen, feministischen Plädoyer. Pigeon BonMot  thematisiert die systematische Unsichtbarkeit urbaner Tiere und verbindet ihre aussergewöhnliche Orientierungsfähigkeit mit dem Tragen von Nachrichten und Bedeutungen. Die Stadttaube erscheint hier als widerständiges, intelligentes Lebewesen im Spannungsfeld von Verdrängung und Präsenz. All meine Kollektionen vermitteln eine stille Würde, ein Echo moralischer Tiefe und eine sanfte Rebellion gegen das Vergessen der Tiere, die in unseren Systemen keinen Platz haben.

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Als Künstlerin bewege ich mich bewusst an der Schnittstelle zwischen Kunst und Vermittlung. Meine Arbeit wird entscheidend geprägt durch meinen Hintergrund in der Museologie, meine langjährige Tätigkeit in der Kunstpädagogik sowie meine Erfahrung in der therapeutischen Kunstvermittlung. Ich verstehe mich als Brücke zwischen Objekt und Betrachtenden, zwischen Idee und Emotion sowie zwischen Ethik und Ästhetik.

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Die Inspiration für EthikeramiK stammt aus vielen Quellen: Aus meiner Kindheit, in der ich mich früh für verletzliche Lebewesen einsetzte. Aus meiner persönlichen Entwicklung, die von Weltschmerz und der Suche nach Sinn geprägt ist. Und aus meiner tiefen Liebe zu Tieren, insbesondere zu jenen, die meist übersehen oder ausgebeutet werden.

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In EthikeramiK verbinde ich mein Bedürfnis nach Schönheit mit dem Wunsch nach Veränderung. Die Stücke sind nie neutral. Sie sind zart und fordernd zugleich. Sie sind kleine Botschafter:innen einer Haltung, die Mitgefühl nicht als Ausnahme, sondern als künstlerisches Prinzip versteht.​​ Auch die visuelle Identität von EthikeramiK folgt diesem Anspruch: Mit ihrer bewusst gewählten, intensiven Farbpalette aus Neongelb, Lila und Orange ist sie laut, unübersehbar und fast schon unangenehm für das Auge. Wie der Protest auf der Strasse oder der künstlerische Aktivismus, der irritiert, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Eine Ästhetik, die aneckt, damit man nicht mehr wegsehen kann.

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​Die Entscheidung, die Stücke zu vermarkten, ist Teil des Diskurses: Sie hinterfragt den banalen Konsum von Dekorationsgegenständen und wirft die Frage auf, ob das, was wir kaufen, auch unsere Ethik und Ästhetik beeinflussen kann. EthikeramiK nutzt den Onlineshop nicht nur als Verkaufsort, sondern als kuratorischen Raum. Der Kaufakt wird hier zur bewussten Entscheidung für eine ethische Haltung und zur Verbindung zwischen dir und dem Tier, das jede Figur inspiriert hat.

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